Tui im Winter von spätem Ostertermin und Tuifly-Ärger gebremst - Ziele bestätigt

Der späte Ostertermin und die Turbulenzen bei Tuifly haben den weltgrössten Reisekonzern Tui im Winterhalbjahr gebremst. In der gewöhnlich schwachen Wintersaison bis Ende März wuchs der Umsatz im fortgeführten Geschäft zwar um drei Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, wie der Konzern mit Hotelmarken wie Riu und Robinson am Montag in Hannover mitteilte. Der um Sonderposten bereinigte operative Verlust fiel mit 214 Millionen Euro jedoch um vier Prozent höher aus als ein Jahr zuvor. Das lag auch an den massenhaften Krankmeldungen bei der Fluglinie Tuifly, die den Flugbetrieb im Oktober zeitweise lahmgelegt hatten.
15.05.2017 08:44

Vorstandschef Fritz Joussen zeigte sich dennoch zuversichtlich, den bereinigten operativen Gewinn im laufenden Geschäftsjahr bis Ende September um mindestens zehn Prozent zu steigern, wenn man Währungsschwankungen herausrechnet. Die Buchungen für den Sommer lägen trotz der schwierigen Lage in der Türkei und Ägypten derzeit vier Prozent höher als im Vorjahr. Beim Umsatz liege das Plus sogar bei acht Prozent. Da die Osterferien 2017 im April lagen, fallen auch die Reiseumsätze bei Tui diesmal ins zweite Geschäftshalbjahr.

Im Winter kam Tui unter dem Strich derweil zugute, dass sich hohe Abschreibungen auf die Beteiligung an der Container-Reederei Hapag-Lloyd nicht wiederholten, wie ein Konzernsprecher erläuterte. Unter dem Strich schrumpfte der Verlust im ersten Geschäftshalbjahr dadurch um 19 Prozent auf 363 Millionen Euro./stw/she/fbr

(AWP)