Tui trotzt Preiskampf im Last-Minute-Geschäft - Gewinnziel bestätigt

Der weltgrösste Reisekonzern Tui hat dem heissen Sommer und dem Preiskampf im Last-Minute-Geschäft getrotzt. Während sein grösster Rivale Thomas Cook (Neckermann Reisen) sein Gewinnziel zusammenstreichen musste, bestätigte Tui-Chef Fritz Joussen am Donnerstag seine Prognose für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr 2017/18. So soll der operative Gewinn (bereinigtes Ebita) abseits von Währungsschwankungen wie geplant um mindestens zehn Prozent steigen.
27.09.2018 08:46

Dass viele Menschen in Mittel- und Nordeuropa den ungewöhnlich heissen Sommer lieber zu Hause verbrachten, ging aber auch an dem Tui-Konzern aus Hannover nicht spurlos vorüber. Die schwache Nachfrage löste im Last-Minute-Geschäft einen Preiskampf unter den Veranstaltern auf. Joussen hatte daher im August gesagt, dass der Konzern sein Gewinnziel zwar wohl erreichen, aber nicht wie in den Vorjahren deutlich übertreffen werde. Diese Aussage gelte weiterhin, hiess es.

Rivale Thomas Cook musste seine Erwartungen hingegen gleich zweimal kappen. Am Montag räumte Konzernchef Peter Fankhauser ein, dass der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) im ablaufenden Geschäftsjahr mit 280 Millionen britischen Pfund (314 Mio Euro) rund 50 Millionen Pfund niedriger ausfallen werde als im Vorjahr. Der Sommer ist für Reiseveranstalter die wichtigste Zeit des Jahres. In den heissen Monaten fahren sie in der Regel ihre Gewinne ein - und müssen damit ihre Verluste aus den reiseschwachen Wintermonaten ausgleichen./stw/stk

(AWP)