Türkei-Krise macht Tui weiter zu schaffen - Mehr günstigere Hotels

(Ausführliche Fassung)
20.06.2016 15:47

LE MORNE (awp international) - Die Nachfrage für Urlaub in Tunesien, Ägypten und der Türkei schwächelt weiterhin auch beim weltgrössten Reisekonzern Tui . Tunesien habe sich bis heute noch nicht ansatzweise von dem Anschlag im vergangenen Jahr erholt, sagte Tui-Deutschland-Chef Sebastian Ebel bei der Präsentation des Winterprogramms für den deutschen Markt auf Mauritius. In der Türkei gehe es derzeit darum, die Saison zu retten. Die Urlauber weichen derweil auf andere Länder aus: In Europa verzeichnen besonders Spanien, Italien, Kroatien, Portugal und Griechenland starke Zuwächse. Auf den Kanaren werde das Angebot um 40 Prozent aufgestockt.

Im Türkei-Geschäft berichtete Ebel von einem "kleinen Aufholeffekt". Wie weit dieser trage, werde sich aber erst in den nächsten Wochen zeigen, sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa. Allerdings gebe es wegen der niedrigen Preise für Türkei-Reisen wieder eine stärkere Nachfrage. Er sei "überzeugt, dass die Türkei ein starkes Comeback feiern wird". Wann es dazu komme, hänge aber von vielen äusseren Faktoren ab, die der Veranstalter nicht beeinflussen könne.

Derweil rückt der Tui-Konzern auf seinem deutschen Heimatmarkt verstärkt Urlauber im mittleren und unteren Preissegment in den Fokus. So soll das Angebot im Drei-Sterne-Segment und an Apartments stark erweitert werden. "Die Wachstumsoffensive zielt in die Mitte des Marktes", sagte Ebel. Derzeit liege der Marktanteil von Tui in diesem Segment bei etwa 10 bis 12 Prozent. "Ich kann mir durchaus vorstellen, da 20 bis 25 Prozent als Ziel zu setzen", sagte Oliver Dörschuck, touristischer Geschäftsführer des Veranstalters. Ausserdem ergänzten im Städtetourismus nun Hostels das Programm./lea/DP/stw

(AWP)