U-blox spricht trotz gescheitertem Deal noch mit SIMCom

Bei der abgeblasenen Übernahme von SIMCom durch U-blox wurde nicht allzu viel Geschirr zerschlagen: "Wir sind in guten Verhältnissen auseinandergegangen und sprechen nach wie vor miteinander", sagte U-blox-CEO Thomas Seiler im Interview mit AWP. Er bedauert zwar das Scheitern des Deals nach wie vor. "Mir ist aber ein Abbruch lieber als ein Abschluss, der dann jahrelang Sorgen bereitet", betonte er zugleich. Ausserdem geht der Firmenchef davon aus, dass sich neue Übernahmeziele finden lassen. Geld dafür ist auch dank einer Anleihe vorhanden.
08.06.2017 14:55

Abgesehen davon erwartet Seiler organisches Wachstum. So sieht er die Gesellschaft zum Beispiel "mit den richtigen Partnern" gut aufgestellt, um vom Trend zum autonomen Fahren zu profitieren. Eine Verzettelung der Aktivitäten befürchtet der Chef des Halbleiterherstellers nicht, obwohl die Produkte für 35 Anwendungsbereiche verkauft werden. Diese Diversifikation sei vielmehr eine Notwendigkeit, um sicherzustellen, "dass wir dort dabei sind, wo Wachstum stattfinden wird".

"Wir müssen dauernd herausfinden, worauf wir uns fokussieren wollen und auf was wir künftig verzichten", meinte der CEO zugleich. Die Grundausrichtung des Unternehmens, auf die drei Technologien Satellitenpositionierung, Mobilfunk und Kurzstreckenfunk zu setzen, werde in den nächsten Jahren nicht über den Haufen geworfen. Es sei jedoch denkbar, dass es "irgendwann eine vierte Aktivität gibt", so Seiler.

Kein Interesse hat der Firmenchef im Übrigen an Aufträgen von Apple. "Wir wollen ganz bewusst kein Apple-Lieferant sein", betonte er. Denn ein solcher Kunde bestimme alles. "Wir wollen hingegen allen unseren 6'000 Abnehmern das gleiche Produktangebot verkaufen."

(Das vollständige Interview ist auf dem Premium-Dienst von AWP zu lesen)

rw/cp

(AWP)