U-blox wächst mit tieferen Margen - Ausblick bestätigt

(Mit weiteren Details ergänzt, u.a. zur Entwicklung in den Regionen) - Der Halbleiter-Hersteller U-blox bleibt auf Wachstumskurs und hat im ersten Halbjahr 2017 den Umsatz gesteigert. Sehr dynamisch entwickelte sich der Konzern dabei in Asien, während das Amerika-Geschäft schrumpfte. Da die Margen aber unter Druck standen und zudem ein hoher Finanzaufwand anfiel, schaute unter dem Strich weniger heraus. Dennoch bestätigte das Unternehmen den Ausblick für das Gesamtjahr.
25.08.2017 09:00

Der Umsatz stieg in der Berichtsperiode laut Firmenangaben vom Donnerstagabend um 7,9% auf 193,9 Mio CHF. Der Löwenanteil stammt aus der Region Asien-Pazifik, wo auch die grösste Dynamik verzeichnet wurde. Vor dem Hintergrund der robusten Konjunktur in Asien seien die Produktionskapazitäten in der Elektronikindustrie an die Kapazitätsgrenzen geraten, heisst es.

Mehrere Kunden hätten umfangreiche geschäftliche Expansionen durchgeführt; neue Anwendungen wie Wearables und Smart-Bikes hätten sich ebenfalls umsatzsteigernd ausgewirkt. Die Verkäufe in Asien nahmen in allen Produktkategorien zu und der Erlös insgesamt um ein Viertel auf 103,4 Mio CHF.

Auch die Konzernregion EMEA entwickelte sich positiv (+8,5% auf 49,9 Mio), was auf die starke Nachfrage aus der Industriegüter- und Automobilindustrie zurückgeführt wird. Auch Fahrzeugkommunikations- und -navigationssysteme, intelligente Zähler, Industriesteuerungen, Mautsysteme und Asset Tracking hätten zu einem steigenden Geschäftsvolumen beigetragen.

AMERIKA-GESCHÄFT SCHRUMPFT

Rückläufig entwickelte sich dagegen das Amerika-Geschäft (-21% auf 40,6 Mio). Dies sei eine unmittelbare Folge der schwächeren Entwicklung 2016, die zu einer geringeren Geschäftsaktivität am Jahresanfang geführt habe. Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2016 sei hingegen wieder ein Umsatzplus erzielt worden, hält U-blox fest.

Durch die Umstellung auf die neuen LTE-basierten Mobilfunkstandards sei eine neue Dynamik entstanden, da die Branche inzwischen in dieser Region auf den M1-Standard für IoT-Anwendungen setze. Der Umsatz mit LTE-basierten Modulen habe daher stark zugenommen, während jener mit CDMA-basierten Produkten zurückging. Die Nachfrage im Automobilbereich sei weiterhin hoch gewesen.

GEWINNENTWICKLUNG BLEIBT ZURÜCK

Das Betriebsergebnis EBIT hielt mit der Umsatzdynamik nicht ganz mit. Es resultiert ein Plus von 6,1% auf 29,5 Mio CHF, womit sich eine tiefere Marge von 15,2% ergibt nach 15,5% im letzten Jahr. Zurückzuführen ist dies einerseits auf eine tiefere Bruttomarge (45,1% vs. 45,9%) und andererseits auf höhere Kosten in der Verwaltung sowie beim Marketing und Vertrieb. Für letzteres macht das Unternehmen die geschäftliche Expansion verantwortlich.

Unter dem Strich resultiert ein um 2,6% tieferer Gewinn von 18,0 Mio. Im Wesentlichen liegt das daran, dass sich der Finanzaufwand mit 7,0 Mio mehr als verdoppelt hat. Negativ wirkten sich auch Währungseffekte aus, wie es dazu heisst.

Sowohl mit dem Umsatz, als auch mit dem Gewinn wurden die Konsens-Schätzungen der Analysten verfehlt, auf Stufe EBIT aber erfüllt. Der Geldfluss aus operativer Geschäftstätigkeit belief sich derweil auf 22,1 Mio CHF, was 11,4% des Umsatzes entspricht. Die Bilanz bleibe mit einer hohen Eigenkapitalquote von 58,1% weiterhin solide, so die Mitteilung.

AUSBLICK BEKRÄFTIGT

Für das laufende Jahr bekräftigt das Management die Guidance. Nach wie vor wird ein Umsatz zwischen 410 Mio und 425 Mio CHF und ein EBIT zwischen 60 und 65 Mio CHF erwartet.

Auch mittel- und langfristig geht die Gruppe von weiterem Wachstum aus. Die Halbjahreszahlen hätten unterstrichen, dass die Umsatz- und Gewinnziele erreicht werden könnten. Und auch die gut gefüllte Pipeline mit neuen Produkten und Entwicklungen sei ein klarer Anhaltspunkt für künftiges Wachstum.

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(AWP)