Übernahme von SLM Solutions droht das Aus - GE will Angebot nicht erhöhen

FAIRFIELD/FRANKFURT (awp international) - Im Ringen um die angestrebte Übernahme des 3D-Drucker-Herstellers SLM Solutions signalisiert der US-Konzern General Electric (GE) einen unnachgiebigen Kurs. "Wir werden weder die Angebotsfrist verlängern noch werden wir die Konditionen ändern", sagte GE-Finanzvorstand Jeff Bornstein am Freitag der Nachrichtenagentur Bloomberg. Damit droht der geplante Deal zu platzen.
21.10.2016 18:23

Am Donnerstag hatte mit dem Hedgfonds Elliott, hinter dem der US-Milliardär Paul Singer steht, einer der grössten SLM-Anteilseigner angekündigt, das Kaufangebot von GE nicht annehmen zu wollen. Elliott hält derzeit rund 20 Prozent der Anteile von SLM. Singer hat sich als umtriebiger Investor einen Namen gemacht. Gerne klinkt er sich bei Unternehmen ein, die vor einer Übernahme stehen.

Zusammen mit der Konzernführung von SLM sei man sich aber einig, dass das vorgelegte Angebot "sehr gut" sei, sagte GE-Finanzvorstand Bornstein. Falls nötig sei man gewillt, den Deal platzen zu lassen. Man habe im 3-D-Druckersegment auch andere Optionen. Die Anleger reagierten verschreckt. Im TecDax brach der Kurs von SLM bis zum Handelsschluss um 8,12 Prozent ein.

GE hatte im September angekündigt, SLM für 683 Millionen Euro übernehmen zu wollen. GE will mindestens 75 Prozent der Aktien, um das Unternehmen vollständig kontrollieren zu können. Die Frist zur Annahme des Angebots läuft am 24. Oktober aus./tos/he

(AWP)