Übernahmegespräche zwischen Schneider Electric und Aveva beendet

CAMBRIDGE (awp international) - Die Übernahme-Gespräche zwischen dem französischen Elektronik-Konzern Schneider Electric und dem britischen Industrie-Softwareanbieter Aveva sind erneut gescheitert. Zwei Tage nach der Neuauflage des Angebots bat Aveva am Mittwoch die britische Handelsüberwachung, die Aktien "nach dem Ende der Gespräche" wieder zum Handel zuzulassen.
15.06.2016 09:59

Aveva-Aktien gaben im frühen Handel um 18 Prozent nach. Schneider-Titel stiegen um 2,7 Prozent und waren damit am Morgen einer der besten Werte im EuroStoxx 50 . Erst am Montag hatte Aveva mitgeteilt, ein neues Angebot von den Franzosen erhalten zu haben. Die Aktien der Briten waren daraufhin um fast zehn Prozent gestiegen und wurden vom Handel ausgesetzt.

Die Pläne für einen Zusammenschluss entsprangen der Idee eines führenden Software-Unternehmens, das bei Industrieprojekten vom Dieselmotor bis zum Atomkraftwerk aktiv ist. Das Schneider-Angebot knüpfte an einen ersten Versuch im vergangenen Dezember an. Danach hätte Schneider 53,5 Prozent an den Briten übernommen. Es sollte eine Bar- und eine Aktienkomponente geben. Aveva hätte 550 Millionen Pfund (692 Millionen Euro) von Schneider erhalten.

Damals begruben beide Unternehmen die Pläne wegen zu hoher Risiken und Kosten im gegenseitigen Einvernehmen. Insgesamt wird Software für Industriekonzerne immer interessanter. Auch Siemens hatte zu Jahresbeginn in dem Bereich kräftig zugekauft./nmu/das/mne/fbr

(AWP)