UBP meldet Gewinnplus in H1 - Steigert Verwaltete Vermögen auf 118,9 Mrd CHF

Die Union Bancaire Privée (UBP) hat im ersten Halbjahr 2017 mehr verdient als im Vorjahr. Der Reingewinn stieg in den ersten sechs Monaten um knapp 22% auf 109,5 Mio CHF, wie das Genfer Bankhaus am Donnerstag mitteilte. Die verwalteten Kundenvermögen waren Mitte Jahr mit 118,9 Mrd CHF im Vergleich zu Ende 2016 um gut ein halbes Prozent höher.
20.07.2017 09:59

Den Erfolg aus der Geschäftstätigkeit beziffert das Bankhaus per Ende Juni auf 509,5 Mio CHF, ein Plus gegenüber dem Vorjahreswert von 12,5%. Die Zinsmarge stieg insbesondere aufgrund der höheren Zinsen wegen des US-Dollars um 18,5% auf 139,3 Mio CHF. Der Kommissionserfolg ist laut Mitteilung um mehr als 10% gestiegen. Hier habe man von dem freundlichen Marktumfeld und die Zunahme der Vermögen der Privatkunden mit Beratungsmandat profitiert.

Gleichzeitig sind die Betriebskosten um 9,9% auf 323,7 Mio CHF gestiegen. Grund hierfür waren laut UBP in erster Linie die Kosten im Zusammenhang mit der im April 2016 abgeschlossenen Integration von Coutts in Asien.

Eine strikte Kostenkontrolle habe gleichzeitig aber dazu geführt, dass das Bankhaus das Kosten-Ertrags-Verhältnis (nach Abschreibungen und Rückstellungen) von 67,9% per Ende Dezember 2016 auf 63,5% per Ende Juni 2017 verbessern konnte. Beim Betriebsgewinn stehen damit 133,7 Mio CHF zu Buche, was einen Zuwachs von 21,2% gegenüber dem Vorjahresbetrag bedeutet.

Gleichzeitig habe sich das organische Wachstum im Asset Management mit Zuflüssen in Höhe von 1,6 Mrd CHF per Ende Juni fortgesetzt. "Dank dieser Neugelder konnten die Abflüsse im Zusammenhang mit den letzten Regularisierungswellen, von denen vor allem die europäischen und lateinamerikanischen Privatkunden betroffen waren, ausgeglichen werden", heisst es weiter.

Die Eigenmittelausstattung (Tier 1) beziffert UBP auf 26%. Sie übertraf damit den von Basel III und der FINMA vorgeschriebenen Mindestsatz deutlich.

hr/ra

(AWP)