UBP nach Coutts-Übernahme mit Anstieg bei verwaltetem Vermögen und Gewinn

Genf (awp) - Die Union Bancaire Privée (UBP) hat im ersten Halbjahr 2016 mehr verdient als im Vorjahr. Die Verwalteten Vermögen wiesen dank der Kundenübernahme von Coutts International ein Wachstum aus. Das konnte negative Wechselkurseffekte und Abflüsse im Asset Management mehr als kompensieren.
22.07.2016 09:45

Der Reingewinn stieg im Berichtshalbjahr um 13% auf 90 Mio CHF, wie das Genfer Bankhaus am Freitag mitteilte. Die Verwalteten Kundenvermögen waren Mitte Jahr mit 113,5 Mrd CHF im Vergleich zu Ende 2015 um 3,2% höher. Darin sind die übertragenen Kundenvermögen aus der Übernahme von Coutts Asien im April dieses Jahres in Höhe von 8,2 Mrd enthalten.

Die negativen Wechselkurseffekte (-1,6 Mrd), die Abflüsse im Asset Management und den Abgang von Privatkunden im Zusammenhang mit dem laufenden Steuerregulierungsprogramm (insgesamt -2,6 Mrd) seien damit vollumfänglich aufgefangen worden, schreibt die Bank weiter.

"Die Übernahme des internationalen Private-Banking-Geschäfts von Coutts beginnt erste Früchte zu tragen, wie die Steigerung von Ertrag und verwalteten Kundengeldern veranschaulicht", wird CEO Guy de Picciotto in der Mitteilung zitiert.

WEITERHIN SOLIDE EIGENMITTELAUSTATTUNG

Der Erfolg aus der Geschäftstätigkeit von Januar bis Juni stieg um rund 20% auf 453 Mio CHF. Die Betriebsausgaben legten im Vergleich zur Vorjahresperiode um 18% auf 294,5 Mio zu, vor allem durch die Kosten aus der Integration von Coutts International. Der Betriebsgewinn stieg um rund 22% auf 110,5 Mio, wie es weiter heisst.

Die Eigenmittelausstattung (Tier 1) nach der Coutts-Übernahme wird mit 22,3% beziffert. Dieser Wert, der den von Basel III und der Finma vorgeschriebenen Mindestsatz deutlich übertreffe, belege die solide Finanzbasis der UBP Gruppe, heisst es weiter. Die Bilanzsumme betrug 28,66 Mrd CHF, woraus sich eine Mindestliquiditätsquote von 273,1% ableiten lässt.

yr/cp

(AWP)