UBP-Zürich-CEO: Bin mit dem bisherigen Verlauf 2017 sehr zufrieden

Die Union Bancaire Privée (UBP) scheint 2017 bisher erfolgreich unterwegs zu sein. Mit der bisherigen Entwicklung "sind wir sehr zufrieden", sagte Peter Schmid, CEO UBP Zürich, in einem Interview mit dem Branchenportal finews.ch. "Ertragsmässig ist der Start überaus gut gelungen", sagte er weiter.
27.06.2017 08:50

Bei den Neugeldzuflüssen sehe UBP relativ grosse regionale Unterschiede. "Gerade in Europa verläuft die Wachstumskurve deutlich flacher als in früheren Jahren", führte Schmid weiter aus. Das Institut suche nicht Neugeldwachstum auf "Teufel komm raus". Ihm sei qualitatives Wachstum wichtig, also solches, das steigende Erträge auf den verwalteten Vermögen liefere.

Gegenwärtig würden Asien, der Nahe Osten und Osteuropa gutes Potential für das Geschäftswachstum des Instituts bieten. UBP Zürich fokussiere sich neben der Schweiz und den EU-Ländern auf Osteuropa, Lateinamerika und die Mittelmeermärkte.

Im weiteren zeigt sich Schmid zuversichtlich für den Schweizer Finanzplatz. Als 2008 der Steuerstreit mit den USA ausbrach, habe es geheissen, dass der Finanzplatz Schweiz und das Private Banking massiv an Bedeutung verlieren würden. "Nun, es ist das Gegenteil geschehen: Die verwalteten Vermögen in der Schweiz sind gestiegen", führte Schmid aus. Den Banken sei es gelungen, mehr Neugeld anzuziehen als sie während des steuerlichen Regularisierungsprozesses verloren hätten. Diese Kundendepots seien versteuert und regularisiert.

"Wenn wir als Banker uns weiterhin auf den Kunden und das Erreichen seiner Anlageziele fokussieren und proaktiv im Markt agieren, sehe ich keinesfalls schwarz für den Schweizer Bankenplatz", sagte der UBP-Manager weiter.

sig/tp

(AWP)