UBS-Aktien leichter nach Abgang des Investment-Banking-Chefs

Die Aktien der UBS gehören am Mittwochmorgen zu den schwächsten Titeln im Leitindex SMI. Das Institut vermeldete den Abgang von Andrea Orcel, dem Chef seines Investment Bankings. Analysten erwarten aber deswegen keine Strategieänderung bei der Bank.
26.09.2018 09:45

Die UBS-Aktien verlieren bis gegen 9.20 Uhr 1,3 Prozent auf 15,73 Franken, während der Gesamtmarkt (SMI) 0,26 Prozent tiefer steht. Aber auch die Valoren des Branchennachbarn Credit Suisse büssen an Boden ein (-0,6% auf 15,09 Franken). Die Papiere beider Grossbanken- insbesondere die UBS-Aktien -, hatten am Vortag mit der Aussicht auf die nächste Zinserhöhung in den USA zugelegt.

Orcel, der 2012 zur UBS gestossen war, wechselt als CEO zur spanische Grossbank Santander. Nun teilt die UBS den Chefposten bei der Investmentbank auf: Ab dem 1. Oktober würden Piero Novelli und Robert Karofsky gemeinsam die Leitung der Sparte übernehmen.

Den Wechsel von Orcel zu Santander wird in Händlerkreisen als nachvollziehbar bewertet, stelle er doch einen Sprung in seiner Karriereentwicklung dar. Sein Weggang von der UBS sei aber zu bedauern, hiess es weiter.

Die neue Doppelführung dürfte keine strategischen Schritte vollziehen, kommentierte Javier Lodeiro von der Zürcher Kantonalbank. Deshalb sollte sich dieser Führungswechsel nicht auf den Ausblick der Einheit auswirken. Interessant wird gemäss Lodeiro der Investorentag in London am 25. Oktober 2018. Am gleichen Tag wird das Institut sein Geschäftsergebnis zum dritten Quartal 2018 publizieren.

sig/hr

(AWP)

 
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