UBS-Aktien verlieren deutlich - Wealth Management überzeugt nicht

Die UBS-Aktien haben im frühen Freitagshandel einen schweren Stand. Das Ergebnis des vierten Quartals vermag auf Konzernebene zwar zu überzeugen und übertrifft die Erwartungen deutlich, die Kernsparte Wealth Management schwächelt jedoch und verunsichert damit die Anleger.
27.01.2017 09:35

Nachdem die UBS-Titel vorbörslich noch positiv indiziert waren, verlieren sie im frühen Handel deutlich an Wert und notieren um 9.30 Uhr 2,8% tiefer auf 16,5CHF. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI (-0,02%)% liegt derweil knapp unter dem Vortagsschluss. Im Schlepptau von UBS geben auch CS 2,8% nach.

Die Analysten zeigen sich in ihren ersten Kommentaren durchaus positiv angetan vom Viertquartalsabschluss der Grossbank. Konzernertrag wie auch die Gewinnzahlen übertreffen die Prognosen. "Die UBS hat in einem schwierigen Quartal ein ansprechendes Ergebnis publiziert", fasst beispielshaft die ZKB zusammen.

Als Treiber orten die Experten zum einen die über den Erwartungen ausgefallene Performance der Investment Bank und der Vermögensverwaltung in den USA. Zum anderen fielen insbesondere die Rückstellungen für Rechtsrisiken und ähnliches tiefer als geschätzt aus. BaaderHelvea spricht von einer sehr starken Investment Bank. Überzeugt haben gemäss Vontobel vor allem der Aktien-Handel sowie das Investment Banking, also die Beratung.

Schlecht aufgenommen wird am Markt dagegen die Leistung der Kernsparte Wealth Management, was den Anlegern im Freitagshandel sichtlich aufs Gemüt schlägt. Bemängelt werden sowohl der hohe Nettoneugeldabfluss wie auch die weiter gesunkene Bruttomarge. Verschiedene Analysten wie z.B. die ZKB hatten hier vielmehr auf eine wieder leicht anziehende Marge gesetzt.

BaaderHelvea geht davon aus, dass diese beiden Negativfaktoren im laufenden Jahr nachlassen sollten.

Mit "Interesse" nehmen die Analysten den im Ton etwas zuversichtlicheren Ausblick der Grossbank zur Kenntnis. Die UBS sieht insbesondere in den USA ein wachsendes Anlegervertrauen.

Keine Überraschung stellt die vorgeschlagene Dividende von 60 Rappen dar.

gab/ra

(AWP)