UBS baut US-Vermögensverwaltung um

Zürich (awp/sda/reu) - Die UBS strukturiert ihr US-Vermögensverwaltungsgeschäft um. Die Zahl der Kundenberater soll um bis zu knapp einem Zehntel sinken - dafür will die Grossbank diese mit teilweise höheren Entschädigungen längerfristig an sich binden.
09.06.2016 15:36

In der Division, in der der frühere UBS-Finanzchef Tom Naratil zu Jahresbeginn das Zepter übernommen hat, beschäftigte das Institut zuletzt 7145 Berater. Künftig sollen es zwischen 6500 und 7000 sein, sagte eine Sprecherin am Donnerstag.

In den USA treten die Berater noch mehr als in anderen Teilen der Welt als selbstständige Unternehmer auf, die die vermögende Kundschaft eng an sich binden. Viele wechseln dann gemeinsam mit ihrem Kundenstock die Bank, für die sie arbeiten - etwa wenn die Konkurrenz mit einem höheren Gehalt winkt.

Entsprechend hoch ist die Fluktuation. UBS selbst hatte zuletzt zahlreiche Berater von der Credit Suisse abgeworben. Das kostspielige Abwerben von Beratern der Konkurrenz eigne sich jedoch nicht als nachhaltige Wachstumsstrategie, sagte Naratil.

Künftig will die Grossbank die Zahl der Neueinstellungen um 40% senken. Im Zuge einer neuen Organisationsstruktur baut UBS zudem eine Managementebene ab. Wie viele Beschäftigte davon betroffen sind, liess das Institut offen.

Im nicht-amerikanischen Vermögensverwaltungsgeschäft hatte die UBS im Mai angekündigt, über Stellenstreichungen markant sparen zu wollen. Zudem ist eine engere Zusammenarbeit der Vermögensverwaltung in Amerika und im Rest der Welt geplant.

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(AWP)