UBS-CEO Ermotti wirbt für gemeinsame "Backoffice"-Organisation der Banken

Der CEO der Grossbank UBS, Sergio Ermotti, wirbt für eine Zusammenlegung von "Backoffice"-Funktionen der Schweizer Banken, um Kosten zu sparen. "Ich sehe ein deutliches Momentum für Bankenkooperationen, aber es wird Zeit brauchen, um so etwas zu entwickeln und voll zu implementieren", sagte Ermotti in einem Interview mit der Liechtensteiner Zeitschrift "Wirtschaft Regional" (Ausgabe 4. Februar).
05.02.2017 16:40

Ein grosser Teil der Kosten im Bankensektor falle im "Backoffice" an, betonte Ermotti. "Hier stellt sich die Frage: Muss jede Bank diese Art von Aufgaben selbst erledigen und bringen diese Leistungen unseren Kunden einen effektiven Mehrwert?" Eine gemeinsame effiziente "Backoffice"-Organisation könnte die Branche vom Kostendruck entlasten und gleichzeitig Mittel für Innovationen freisetzen, so der UBS-Chef.

Im Bankensektor sei "die Erkenntnis da", dass sich die Bankenlandschaft in diese Richtung entwickeln müsse, zeigte sich Ermotti überzeugt. Die Palette möglicher Betreiber einer solchen "Superbank" sei breit: "Es können Börsen, Infrastrukturbetreiber, Technologieunternehmen aber natürlich auch Banken sein."

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(AWP)