UBS hat offenbar Rettungsplan für Monte Paschi - kein Kommentar von CEO Ermotti

Mailand (awp/sda/reu) - Das krisengeschüttelte italienische Geldhaus Monte dei Paschi di Siena hat einen Rettungsvorschlag von der Schweizer Grossbank UBS erhalten. Bei dem Institut seien Schreiben von UBS und dem früheren italienischen Industrieminister Corrado Passera eingetroffen, erklärte Monte dei Paschi am Donnerstagabend ohne Angaben über deren Inhalt.
29.07.2016 09:31

Ein Banksprecher sagte, die beiden Briefe seien Teil desselben Plans. Das krisengeschüttelte Geldhaus hatte versucht, ein Bankenkonsortium für eine geplante fünf Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung zusammenzustellen, hatte zuletzt dafür aber noch nicht genug Institute gefunden.

Nach Angaben von drei Insidern spielt die UBS in dem Rettungsplan eine Rolle. Ex-Industrieminister Passera wolle den Vorschlag am Freitag Monte dei Paschi präsentieren. Er stellt eine Alternative zu einem anderen Rettungsvorschlag von Monte dei Paschi und ihren Beratern JPMorgan und Mediobanca dar.

Monte dei Paschi analysiere den UBS-Vorschlag nun und habe um mehr Information gebeten, sagte der Banksprecher. UBS-Chef Sergio Ermotti wollte sich in einem Interview mit CNBC nicht zu dem Vorstoss äussern. "Wir kommentieren die Aktivitäten oder Transaktionen unserer Kunden nicht", sagte er.

Monte dei Paschi will von der Europäischen Zentralbank (EZB) grünes Licht für ihre Kapitalerhöhung haben, bevor am Freitagabend die Ergebnisse des europaweiten Banken-Stresstests vorliegen. Er dürfte die Schwächen des toskanischen Geldhauses offenbaren, das unter einer Milliarden-Last fauler Krediten leidet.

(AWP)