UBS zahlt 445 Mio USD in RMBS-Fall an US-Kreditgenossenschaft

Die UBS muss in einem Fall von faulen Immobilienkrediten einen dreistelligen Millionenbetrag zahlen. Die Grossbank entrichtet im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch von zwei Genossenschaftsbanken 445 Mio USD an die National Credit Union Administration (NCUA), wie die US-Behörde am Montagabend laut Reuters mitteilte.
02.05.2017 08:30

Die NCUA wirft der UBS vor, die beiden Genossenschaftsbanken über Risiken von hypothekenbasierten Wertpapieren im Volumen von 1,15 Mrd USD in die Irre geführt zu haben, schreibt die Nachrichtenagentur weiter. Die UBS gab kein Fehlverhalten zu. Eine Sprecherin erklärte, mit der Einigung könne die Bank eine weitere Altlast ausräumen.

Im März war eine Grundsatzvereinbarung zur Beilegung einer Angelegenheit im Zusammenhang mit US-Hypothekenpapieren (RMBS) mit der US-Kreditgenossenschaft erzielt worden. Die UBS erhöhte daher die Rückstellungen für Rechtsfälle per Ende Jahr um rund 100 Mio CHF und revidierte entsprechend den Reingewinn nachträglich um diesen Betrag nach unten.

Im RMBS-Rechtsstreit mit dem US-Justizministerium steht eine Einigung bei der UBS noch aus. Die Credit Suisse hat in diesem Zusammenhang bereits eine Busse von 5,3 Mrd USD an das DOJ gezahlt und muss Entschädigungen in Höhe von 2,8 Mrd USD an Kreditnehmer entrichten.

ys/cp

(AWP)