Ufo droht mit Streik bei deutscher Eurowings

FRANKFURT/DÜSSELDORF (awp international) - Der Tarifkonflikt mit dem Kabinenpersonal bei der Lufthansa -Tochter Eurowings in Deutschland spitzt sich wieder zu. Die Gespräche am Mittwoch und Donnerstag unter Leitung eines Moderators seien ergebnislos beendet worden, sagte der Tarifexperte der Kabinengewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, am Freitag auf Anfrage. Sollte das Unternehmen ein verbessertes Angebot vorlegen, seien Verhandlungen jederzeit möglich. "Ansonsten bereiten wir Arbeitskampfmassnahmen vor. Ab spätestens nächster Woche kann es losgehen."
14.10.2016 14:51

Ein Eurowings-Sprecher betonte, man habe ein verbessertes und attraktives Angebot für einen Vergütungstarifvertrag für die rund 400 in Deutschland arbeitenden Flugbegleiter abgegeben. "Wir sind daher überzeugt, dass wir in Kürze wieder sprechen werden." Eine Lösung könne nur am Verhandlungstisch erreicht werden.

Es geht um die Flugbegleiter der in Düsseldorf sitzenden Gesellschaft Eurowings, die 23 von bislang 90 Mittelstreckenjets der Lufthansa-Billigplattform Eurowings betreibt. Im September hatte dort die Konkurrenzgewerkschaft Verdi einen Warnstreik des Kabinenpersonals organisiert, in dessen Folge acht Flüge ausfielen. Verdi und Ufo konkurrieren in dem Betrieb miteinander.

Bei der Lufthansa war bei einer Schlichtung unter Leitung von Brandenburgs Ex-Ministerpräsident Matthias Platzeck im Sommer ein Ende des Tarifkonflikts mit den Flugbegleitern erreicht worden./mar/DP/jha

(AWP)