Umbau belastet Rhön-Klinikum - Kräftiger Gewinnrückgang erwartet

Regulatorische Hürden sowie der anhaltende Konzernumbau drücken auf die Geschäftszahlen des Krankenhausbetreibers Rhön-Klinikum . Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sackte im ersten Quartal um 62,4 Prozent auf 25,5 Millionen Euro ab, wie das Unternehmen mit Sitz in Bad Neustadt an der Saale am Freitag mitteilte. Der Umsatz legte dank einer höheren Patientenzahl um drei Prozent auf 300,1 Millionen Euro zu. Insgesamt wurden mehr als 212 000 Patienten behandelt - ein Plus von gut drei Prozent. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 8,4 Millionen Euro hängen, nach 50,7 Millionen ein Jahr zuvor.
05.05.2017 10:03

Im laufenden Jahr rechnet die Gesellschaft bei etwas höheren Umsätzen mit einem kräftigen Gewinnrückgang. Bei der Bilanzvorlage Anfang April hatte der neue Vorstandschef Stephan Holzinger für 2017 noch vage von einem weiteren Gewinnrückgang gesprochen. Nun wurde er konkret und stellte ein Ebitda zwischen 85 Millionen und 105 Millionen Euro in Aussicht, nach 114,9 Millionen ein Jahr zuvor. Der Umsatz soll unterdessen weiter auf 1,2 bis 1,23 Milliarden Euro klettern. 2016 hatte Rhön-Klinikum 1,18 Milliarden Euro erlöst.

Grund für den erwarteten Ergebnis-Rückgang seien hauptsächlich geplante Aufwendungen für den angestrebten Konzernumbau, in dessen Rahmen medizinische Prozesse digitalisiert und ein neuartiges Campus-Konzept auf die Beine gestellt werden soll. Neben diesen Zukunftsprojekten müsse man sich aber auch auf die jüngsten Gesetzesänderungen, wie etwa eine geringere Vergütung für kardiologische und spezialorthopädische Leistungen einstellen, welche die Umsätze aller Voraussicht nach zusätzlich belasten werden./kro/jha/stb

(AWP)