Umfrage: Japanische Firmen in Sorge um Kundschaft und Mitarbeiter

Eine sinkende Nachfrage in der Heimat und der Mangel an Fachkräften sind die beiden grössten Sorgen der japanischen Unternehmen. 40 Prozent der Firmen erwarten in den kommenden drei Jahren einen schrumpfenden heimischen Markt, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Instituts Nikkei Research im Auftrag der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht.
21.06.2017 08:59

"Der Binnenmarkt wächst nicht mehr - und es gibt nichts, was wir dagegen tun können", erklärte einer der befragten Manager von mehr als 500 kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Neben der Angst vor weniger Kunden fürchten diese vor allem, nicht mehr genügend geeignete Mitarbeiter zu finden. 34 Prozent macht das zu schaffen. Für Schlagzeilen sorgte kürzlich der Lieferdienst Yamato, der sein Angebot einschränkte und die Preise anhob. Beides wurde damit begründet, nicht mehr genügend Mitarbeiter zu haben.

Die Zahl der Japaner im erwerbsfähigen Alter ist seit dem Höhepunkt 1995 um elf Prozent auf 77,2 Millionen geschrumpft. Prognosen sagen voraus, dass es 2065 nur noch 45,2 Millionen sein werden. Japan ist nach den USA und China die drittgrösste Volkswirtschaft, einen Platz vor Deutschland.

(AWP)