Umkämpftes Übernahmeziel Pfeiffer Vacuum will selbst zukaufen

Der Vakuumpumpen-Spezialisten Pfeiffer Vacuum will mitten in der Abwehrschlacht gegen eine ungewollte Übernahme selbst zukaufen. "Wir sind nach zwei kleineren Zukäufen zu Jahresbeginn auch an grösseren Akquisitionen interessiert, um unser Produktportfolio zu erweitern oder unsere regionale Präsenz über zusätzliche Produktionsstandorte auszubauen?, sagte Vorstandschef Manfred Bender "Euro am Sonntag". Dazu fänden bereits Gespräche statt.
27.05.2017 17:13

"Für Zukäufe haben wir liquide Mittel in Höhe von 100 Millionen Euro zur Verfügung, die wir durch Fremdkapital noch aufstocken können", sagte Bender. Auf der Pfeiffer-Hauptversammlung am vergangenen Dienstag hatte sich Bender einen heftigen Schlagabtausch mit Vertretern des Grossaktionärs Busch geliefert, der bereits 30 Prozent der Anteile hält und eine Übernahme des im Tec-Dax notierten Pumpenherstellers anstrebt. Die Frist für das Busch-Angebot von 110 Euro je Pfeiffer-Vacuum-Aktie läuft noch bis 1. Juni.

"Die Busch-Gruppe wird auch nach Ablauf der Frist nicht weit über ihre jetzige Quote von 30 Prozent kommen", glaubt Bender. "Die Aktionäre sind von unserer Perspektive überzeugt. Ich habe auch von keinem unserer institutionellen Investoren gehört, dass er aussteigen will."/he

(AWP)