Uniper umgarnt Aktionäre mit Dividendenversprechen und Wachstumsplänen

Mitten im Abwehrkampf gegen die Übernahme durch Fortum will Uniper gute Stimmung bei seinen Aktionären machen. Die Dividende solle bis 2020 im Durchschnitt um 25 Prozent pro Jahr steigen, teilte der deutsche Kraftwerksbetreiber Uniper am Donnerstag in einer Mitteilung zum Investorentag mit. Der Ergebnisausblick für das laufende Jahr wurde bestätigt, für das kommende Jahr wurde erstmals ein Ziel genannt. Uniper geht von einem bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 0,8 bis 1,1 Milliarden Euro aus. Die Spanne ist etwas geringer als für dieses Jahr, da Uniper unter anderem Unternehmensteile verkauft hat.
07.12.2017 08:18

Die drohende Übernahme durch die finnische Fortum lehnt Uniper weiter ab, eine Änderung dieser Haltung war auch nicht erwartet worden. Unternehmenschef Klaus Schäfer, der sich jüngst mit Fortum zu Gesprächen getroffen hatte, betonte erneut, dass "Uniper als eigenständiges Unternehmen mit einem sehr vernetzten und werthaltigen Portfolio bestens aufgestellt" sei. Wachstumschancen sieht er zum Beispiel im Gasgeschäft oder beim Thema Versorgungssicherheit. "Wir werden trotz eines anhaltenden Fokus auf Europa vor allem die USA und Asien stärker als bisher in den Blick nehmen."

Der finnische Versorger Fortum will Uniper übernehmen und hat sich im Grundsatz bereits mit Uniper-Grossaktionär Eon auf den Kauf von dessen 47-Prozent-Beteiligung geeinigt. Uniper fürchtet als Folge einer Übernahme um tausende Arbeitsplätze bis hin zur Zerschlagung. Vor kurzem wurde bekannt, dass nun auch der aktivistische Investor Paul Singer im Übernahmekampf mitmischt./stk/das

(AWP)