United-Chef: Passagier-Rauswurf soll nie wieder passieren

Der rabiate Rauswurf eines Passagiers aus einem überbuchten Flugzeug der amerikanischen Fluggesellschaft United Airlines soll sich nicht wiederholen. "Das wird nie wieder passieren", sagte United-Vorstandschef Oscar Munoz am Mittwoch dem US-Sender ABC. United werde keine Sicherheitsbeamten mehr in eine Maschine holen, um einen Passagier herauszuholen, der gebucht und bezahlt habe und im Flieger sitze.
12.04.2017 18:18

Die US-Fluggesellschaft hatte am Sonntag einen Passagier gewaltsam aus einer Kabine entfernen lassen, weil das Flugzeug überbucht war. Videos von dem Vorfall zeigten, wie Sicherheitsleute den Mann über den Boden des Kabinengangs zum vorderen Ausgang des Flugzeuges ziehen. Dies hatte weltweit Empörung ausgelöst.

Munoz sagte, er habe sich "geschämt", als er die Videos gesehen habe. Er sprach ausserdem von einem "Systemfehler". United habe für seine Führungskräfte kein Verfahren etabliert, das diesen ermögliche, ihren "gesunden Menschenverstand" zu benutzen.

Nach Kritik auch am Krisenmanagement der Airline sowie Boykott-Aufrufen in sozialen Netzwerken hatte sich Munoz am Dienstag in aller Form für den Vorfall entschuldigt und die Verantwortung übernommen. Er kündigte ausserdem eine Überprüfung des Falls an. Dazu gehöre, wie United künftig mit Überbuchungen von Flugzeugen umgehe. Die Ergebnisse sollen bis Ende April vorgelegt werden./hoe/DP/jha

(AWP)