UPS überrascht mit Gewinnplus - Online-Handel zahlt sich noch nicht aus

(Ausführliche Fassung) - Der US-Paketdienst United Parcel Service (UPS) ist mit etwas mehr Gewinn ins neue Jahr gestartet. Unter dem Strich stand im ersten Quartal ein Überschuss von 1,16 Milliarden US-Dollar (1,06 Mrd Euro) und damit 2,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Rivale der Deutschen Post am Donnerstag in Atlanta mitteilte. Das verdankte UPS jedoch nicht dem boomenden Online-Versandhandel auf dem Heimatmarkt, sondern dem Geschäft mit Fracht und der Lieferkettenlogistik für andere Unternehmen.
27.04.2017 15:02

Insgesamt stieg der Gewinn deutlich weniger stark als der Umsatz, der um sechs Prozent auf 15,3 Milliarden Dollar zulegte. Dennoch übertraf UPS durchweg die Erwartungen von Analysten. Am Finanzmarkt kamen die Nachrichten gut an. Im vorbörslichen New Yorker Handel legte die UPS-Aktie um mehr als ein Prozent zu.

Dabei gelang es UPS im ersten Quartal erneut nicht, die wachsenden Paketmengen auf dem Heimatmarkt in höhere Gewinne umzumünzen. Während die US-Sparte fünf Prozent mehr Umsatz erzielte als ein Jahr zuvor, ging der operative Gewinn des Segments um mehr als zwei Prozent zurück. Die Paketzustellung an Privathaushalte ist in der Regel aufwendiger als an Unternehmen, die meist viele Sendungen auf einmal erhalten. UPS führte hohe Investitionen in das Paketnetzwerk als Grund für die rückläufigen Gewinnmargen an.

Besser lief es im Frachtgeschäft und in der Lieferkettenlogistik. Die Sparte steigerte ihren operativen Gewinn im Jahresvergleich um 22 Prozent. Insgesamt zeigte sich UPS-Finanzchef Richard Peretz aber zuversichtlich, das Gewinnziel für 2017 zu erreichen. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei 5,80 bis 6,10 Dollar liegen./stw/mne/stb

(AWP)