US-Arbeitsmarkt brummt weiter - Robuste Daten geben Dollar Auftrieb

(Ausführliche Fassung) - Der US-Arbeitsmarkt zeigte sich im Juli weiter in robuster Verfassung. Die Beschäftigung ist stärker gestiegen als von Experten erwartet, die Lohnentwicklung zog etwas an und die Arbeitslosenquote fiel wieder zurück auf den tiefsten Stand seit 16 Jahren. Ausserhalb der Landwirtschaft seien im Juli 209 000 Stellen hinzugekommen, teilte das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mit. Volkswirte hatten im Mittel nur mit 180 000 neuen Jobs gerechnet. Der Stellenzuwachs in den beiden Vormonaten Mai und Juni wurde um insgesamt 2000 Stellen höher ausgewiesen als bisher bekannt.
04.08.2017 14:58

Die Arbeitslosenquote fiel im Juli zurück auf den niedrigsten Stand seit 16 Jahren und lag wieder bei 4,3 Prozent. Experten hatten damit gerechnet. Bereits im Mai war die Quote auf das jetzige Niveau gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit 2001. Im Juni war sie zwischenzeitlich leicht gestiegen. In den USA ist die Arbeitslosigkeit bereits seit längerem vergleichsweise niedrig. Einige Fachleute sprechen von Vollbeschäftigung in der grössten Volkswirtschaft der Welt.

LOHNENTWICKLUNG ZIEHT ETWAS AN

Die Löhne und Gehälter legten im Juli etwas stärker zu als zuletzt. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen laut dem Ministerium zum Vormonat um 0,3 Prozent. Volkswirte hatten im Mittel mit diesem Zuwachs gerechnet. Im Juni waren die Stundenverdienste noch um 0,2 gestiegen. Im Jahresvergleich erhöhten sich die Löhne im Juli um 2,5 Prozent und damit etwas stärker als erwartet. Gerechnet wurde mit einem Zuwachs um 2,4 Prozent. Die Rate lag im Vormonat ebenfalls bei 2,5 Prozent.

Die Lohnentwicklung, die bis zuletzt eher schwach ausfiel, spielt eine wichtige Rolle für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Der robuste Jobbericht hat dem US-Dollar etwas Auftrieb gegeben. Im Gegenzug fiel der Euro bis auf 1,1825 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Mittwoch./tos/jkr

(AWP)