US-Börsenaufsicht schaltet sich in Skandal um Schein-Konten bei Wells Fargo ein

SAN FRANCISCO (awp international) - Die Affäre um fingierte Konten wird für die US-Grossbank Wells Fargo bedrohlicher. Nun hat sich auch die US-Börsenaufsicht SEC in die Ermittlungen eingeschaltet, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Pflichtmitteilung des Instituts hervorgeht. Damit wächst die Wahrscheinlichkeit, dass der Bank weitere Strafen drohen. Aktuell schätzt sie ihre Rechtsrisiken auf 1,7 Milliarden US-Dollar. Zahlreiche weitere Behörden sind ebenfalls noch in den Fall involviert.
03.11.2016 12:41

Die Bank hat in der Angelegenheit bereits eine erste Strafe von 185 Millionen Dollar zugestimmt. Zudem sollen fünf Millionen an betroffene Kunden fliessen. Über Jahre hinweg sollen Mitarbeiter wegen hohen Erfolgsdrucks in grossem Stil Konten eröffnet haben, die nicht von Kunden autorisiert worden waren. Mitte Oktober hatte Vorstandschef John Stumpf deshalb seinen Posten geräumt. Tausende Angestellte wurden wegen der Affäre gefeuert./enl/nmu/fbr

(AWP)