US-Industriekonzern GE friert Pensionspläne für 20 000 Mitarbeiter ein

Im Kampf gegen den hohen Schuldenberg hat der US-Industrieriese General Electric die Pensionspläne von zehntausenden Mitarbeitern eingefroren. Die Massnahme soll das Pensionsdefizit des Konzerns um fünf bis acht Milliarden US-Dollar senken, wie GE am Montag in Boston mitteilte. Die Finanzverschuldung soll um vier bis sechs Milliarden Dollar sinken. Das Einfrieren betrifft rund 20 000 Mitarbeiter.
07.10.2019 13:38

Bereits seit 2012 nimmt GE keine neuen Mitglieder in den Pensionsfonds mehr auf. Zudem werden auch die Pensionszuschüsse von 700 langjährigen Managern zum 1. Januar 2021 eingefroren. Im vierten Quartal werde GE eine Sonderbelastung für den Plan verbuchen, hiess es. GE-Aktien legten vorbörslich um ein knappes halbes Prozent zu.

Personalchef Kevin Cox sprach von insgesamt schwierigen Entscheidungen, um GE wieder zu alter Stärke zu führen. Rund 100 000 früheren Mitarbeitern, die noch keine Pension aus dem Fonds beziehen, soll ausserdem eine Abfindung ihrer Zusagen gegen eine Einmalzahlung angeboten werden. Die Entscheidungen sollen das Zulagensystem des Konzerns laut GE stärker an die Marktgegebenheiten anpassen.

GE steckt seit Jahren in Schwierigkeiten. Der Siemens -Rivale leidet an schwachen Geschäften, hohen Abschreibungen, einem teuren Konzernumbau und hohen Schuldenberg./men/nas/jha/

(AWP)