US-Justiz wirft VW-Führung Vertuschung im Abgasskandal vor

Die US-Justiz wirft der Konzernführung von Volkswagen Vertuschungen im Dieselskandal vor. Noch wenige Monate vor dem Auffliegen der Affäre hätten Manager des Wolfsburger Autobauers bei Mitarbeitern die Verheimlichung der Abgas-Manipulationen abgesegnet, heisst es in einer am Montag vom zuständigen US-Gericht in Detroit veröffentlichten Anklage gegen einen leitenden VW -Angestellten.
09.01.2017 19:51

Der Mann habe zu einer Gruppe von Mitarbeitern gehört, die das Management bei einem Treffen am 27. Juli 2015 über die Risiken des Betrugs informierten. Statt die Aufklärung des Falls gegenüber den bereits unter Hochdruck gegen VW ermittelnden US-Behörden anzuordnen, habe die Konzernführung die Vertuschung autorisiert.

Ein Sprecher des Konzerns wollte sich auf Nachfrage nicht zu den neuen Anschuldigungen äussern. Die Anklage stützt sich auf Aussagen mehrerer VW-Insider, die als Zeugen mit der US-Bundespolizei FBI kooperieren. Am 18. September 2015 war der Skandal aufgeflogen, nachdem die US-Umweltbehörden ihre Vorwürfe gegen VW öffentlich gemacht hatten./hbr/DP/he

(AWP)