US-Mobilfunker Sprint lockt unerwartet viele Kunden - weiter rote Zahlen

Der viertgrösste US-Mobilfunker Sprint hat im dritten Quartal mit Lockangeboten unerwartet viele neue Abonnenten gewonnen. Auch Umsatz und operatives Ergebnis legten überraschend kräftig zu - doch aus den roten Zahlen kam der Rivale der Telekom-Tochter T-Mobile US erneut nicht heraus. Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um rund 5,5 Prozent auf 8,5 Milliarden US-Dollar (7,9 Mrd Euro). Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sowie um Sonderposten bereinigt kletterte das Ergebnis um 29 Prozent auf 2,45 Milliarden Dollar. Unter dem Strich allerdings steht weiterhin ein Minus: Nach 836 Millionen Dollar Verlust vor einem Jahr fehlten diesmal 479 Millionen Dollar.
31.01.2017 15:12

Von Oktober bis Ende Dezember stieg die Zahl der Vertragskunden bei Sprint um 405 000. Das war mehr als von Analysten geschätzt. Der Konzern fährt allerdings seit Jahren nahezu durchweg Verluste ein und musste die US-Sparte der Deutschen Telekom vor geraumer Zeit bei den Kundenzahlen an sich vorbeiziehen lassen. Vorstandschef Marcelo Claure beschwört dennoch weiter die Wende. Zuversicht soll auch der leicht angehobene Ausblick für das bereinigte Ebitda ausstrahlen: Nun stehen 9,7 bis 10 Milliarden US-Dollar im Plan. Vorher lag die untere Grenze der Prognose bei 9,5 Milliarden./men/ees/stb

(AWP)