US-Mobilfunker Sprint mit erstem Nettogewinn seit drei Jahren

Der US-Mobilfunkanbieter Sprint hat inmitten der Übernahmegespräche in der Branche den ersten Quartalsgewinn seit drei Jahren eingefahren. Auch im Tagesgeschäft lief es dank des laufenden Sparprogramms besser. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte im ersten Geschäftsquartal um 16 Prozent auf 2,85 Milliarden US-Dollar (2,4 Mrd Euro) und lag damit deutlich über den Erwartungen von Experten. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnet Sprint jetzt mit 10,8 bis 11,2 Milliarden Dollar, nach zuvor 10,7 bis 11,2 Milliarden.
01.08.2017 14:50

Unter dem Strich stand von April bis Ende Juni ein Gewinn von 206 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch 302 Millionen Dollar Verlust geschrieben. Der Umsatz stieg um 1,8 Prozent auf 8,16 Milliarden Dollar. Allerdings musste der Netzbetreiber bei den Mobilfunkverträgen einen Rückgang um 39 000 Stück verbuchen - trotz eines weiteren Zuwachses bei den Telefonie-Verträgen.

Auf dem US-Mobilfunkmarkt gerät derzeit viel in Bewegung. Der Sprint-Hauptaktionär und japanische Mischkonzern Softbank will den Mobilfunker möglichst mit einem anderen Anbieter zusammenlegen - zuletzt soll Softbank-Chef Masayoshi Son ein Auge auf den Kabelkonzern Charter Communications geworfen haben. Dieser sträubt sich aber wohl gegen eine Fusion. Nun könnte nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg Softbank ein direktes Gebot lancieren. Immer wieder wird als Partner für die üblicherweise chronisch verlustbringende Sprint die Telekom-US-Tochter T-Mobile US ins Spiel gebracht./men/stw/jha/

(AWP)