US-Ökonom Malpass einziger Bewerber für Weltbank-Präsidentschaft

Der von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagene Ökonom David Malpass wird mit grosser Wahrscheinlichkeit neuer Präsident der Weltbank. Malpass sei nach Abschluss des Nominierungsprozess einziger Kandidat, teilte die Weltbank am Donnerstag in Washington mit.
14.03.2019 19:09

Es werde nun in den kommenden Tagen ein formelles Gespräch der Exekutivdirektoren mit dem Bewerber geben. Der Bewerbungsprozess solle noch vor dem gemeinsamen Frühjahrstreffen von Weltbank und Internationalem Währungsfondes (IWF) abgeschlossen sein, das in der Woche vom 9. bis 14. April in Washington stattfindet.

Malpass gilt als Vertrauter von US-Finanzminister Steven Mnuchin und hat den Segen von Präsident Donald Trump. Der frühere Investmentbanker hat bereits für die Präsidenten Ronald Reagan und George H.W. Bush in unterschiedlichen Funktionen Regierungsgeschäfte erledigt. Im Finanzministerium Trumps verhandelte er unter anderem über eine Kapitalerhöhung der Weltbank mit.

Nach dem Rücktritt von Weltbank-Präsident Jim Yong Kim im Januar hatte es Forderungen gegeben, die Tradition, das Präsidentenamt stets von einem Amerikaner zu besetzen, zu brechen - auch vor dem Hintergrund der Präsidentschaft Donald Trumps. Doch letztlich fand sich niemand, der sich ernsthafte Chancen ausrechnete, gegen den US-Bewerber ins Rennen zu gehen./dm/DP/tav

(AWP)