US-Pharmakonzern Merck & Co. profitiert von Wachstumstreiber

Gute Geschäfte mit dem Krebsmedikament Keytruda haben dem US-Pharmariesen Merck & Co auch im dritten Quartal Schub verliehen. Wie bereits im ersten und zweiten Quartal schraubte Merck & Co. nach einem weiteren starken Jahresviertel seine Ziele nach oben. So soll der Umsatz 2019 zwischen 46,5 und 47 Milliarden Dollar liegen. Bislang war der Konzern von 45,2 bis 46,2 Milliarden ausgegangen.
29.10.2019 12:30

Das um Zu- und Verkäufe, Umbaukosten und andere Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) dürfte zudem auf 5,12 bis 5,17 Dollar klettern, nachdem der Konzern zuvor von 4,84 bis 4,94 Dollar ausgegangen war.

Der Umsatz legte im dritten Jahresviertel um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 12,4 Milliarden US-Dollar (rund 11,2 Milliarden Euro) zu, wie das Unternehmen am Dienstag in Kenilworth im US-Bundesstaat New Jersey mitteilte. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg von 1,19 Dollar auf 1,51 Dollar. Damit übertraf Merck & Co. die Erwartungen der Analysten bei beiden Kennziffern deutlich. Unter dem Strich blieb im dritten Quartal ein Gewinn von 1,9 Milliarden Dollar übrig - und damit rund 3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Gewinnrückgang geht auf höhere Sonderkosten zurück - im dritten Quartal belastete besonders die Übernahme von Peloton.

Von Juli bis September stiegen die Erlöse mit dem Flagschiff-Medikament Keytruda um 62 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar. Das Medikament ist ein grosser Wachstumstreiber und Hoffnungsträger des Konzerns. Wachsen konnte Merck & Co. sowohl in seiner Pharmasparte als auch im wesentlich kleineren Geschäft mit Tiermedizin. Konzernchef Kenneth Frazier zeigte sich mit dem abgelaufenen Quartal daher zufrieden. Merck & Co. ernte nun die Früchte seiner fortwährenden Investitionen in Forschung und Entwicklung, befand er.

Am Kapitalmarkt kamen die Nachrichten gut an. Die Merck & Co.-Aktie legte im vorbörslichen Handel rund zwei Prozent zu./eas/zb

(AWP)

 

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