US-Pharmakonzern Merck & Co wird trotz Quartalsverlust optimistischer

Gute Geschäfte mit dem Krebsmittel Keytruda machen dem US-Pharmakonzern Merck & Co mehr Hoffnung auf den Rest des Jahres. Obwohl milliardenschwere Sonderkosten aus der neuen Kooperation mit AstraZeneca dem Konzern im Sommerquartal rote Zahlen einbrockten, schraubte das Management seine Umsatz- und Gewinnprognosen für 2017 bei der Vorlage der Quartalszahlen am Freitag nach oben.
27.10.2017 13:38

So soll der Umsatz im laufenden Jahr nun 40 bis 40,5 Milliarden US-Dollar (34,0-34,5 Mrd Euro) erreichen - mindestens 600 Millionen mehr als zuletzt angekündigt. Der Gewinn je Aktie soll mit 1,78 bis 1,84 Dollar mindestens 18 Cent höher ausfallen als bisher gedacht. Sondereffekte herausgerechnet, liegt das Gewinnziel nun bei 3,91 bis 3,97 Dollar je Aktie.

Im dritten Quartal musste Merck & Co jedoch einen Umsatzrückgang um zwei Prozent auf 10,3 Milliarden Dollar hinnehmen. Dabei spielte das Krebsmittel Keytruda mit gut einer Milliarde Dollar fast dreimal so viel ein wie ein Jahr zuvor. Allerdings hat Merck den Patentschutz führ andere wichtige Medikamente verloren und bekam daher mehr Wettbewerb zu spüren.

Unter dem Strich verbuchte Merck & Co einen Quartalsverlust von 56 Millionen Dollar. Hier schlugen Zahlungen für die gemeinsame Entwicklung von Medikamenten mit AstraZeneca mit 2,35 Milliarden Dollar negativ zu Buche. Ein Jahr zuvor hatte der Konzern einen Gewinn von 2,2 Milliarden Dollar gemacht. Sonderposten herausgerechnet, schnitt der Konzern diesmal aber besser ab als von Analysten erwartet./stw/she

(AWP)