US-Telekommunikationskonzern Verizon verdient mehr als erwartet

Der grösste US-Mobilfunker Verizon kann zum Start des neuen Chefs Hans Vestberg bessere Kundenzahlen präsentieren als erwartet. Im abgelaufenen zweiten Quartal stieg die Zahl der Vertragskunden um 531 000, wie das Unternehmen am Dienstag in New York mitteilte. Das waren mehr als von Analysten geschätzt. Der Umsatz des Konzerns kletterte insgesamt um 5,4 Prozent auf 32,2 Milliarden US-Dollar (27,5 Mrd Euro), auch weil das Unternehmen deutlich mehr mit Endgeräten wie Smartphones und Tablets einnahm. Das macht Verizon beim Umsatz auch für das Jahr etwas optimistischer.
24.07.2018 14:19

Unter dem Strich ging der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um 5,5 Prozent auf 4,12 Milliarden Dollar zurück. Den Gewinn belasteten Sonderkosten von 0,9 Milliarden Dollar, unter anderem für die Einstellung eines mobilen Streaming-Angebots und für Abfindungen. Vor Sonderposten und je Aktie lag der Gewinn aber etwas höher als von Analysten gedacht, die Aktie zog vorbörslich um 3 Prozent an.

Kommende Woche rückt der Schwede Hans Vestberg an die Vorstandsspitze bei den Amerikanern, Lowell McAdam wechselt in den Verwaltungsrat. Vestberg ist als ehemaliger Chef des schwedischen Telekomausrüsters Ericsson ein Netzwerkspezialist, seine Berufung gilt als Zeichen, dass Verizon viel in den kommenden Mobilfunkstandard 5G investieren will.

Verizon könnte in der sich wandelnden US-Mobilfunklandschaft zugute kommen, dass die Konkurrenz von AT&T derzeit mit der Integration des für 85 Milliarden Dollar übernommenen Medienkonzerns Time Warner beschäftigt ist und die Telekom-Tochter T-Mobile US mit dem Rivalen Sprint fusionieren will./men/nas/jha/

(AWP)