Valartis: Gesuch um Aufhebung der definitiven Nachlassstundung wurde bewilligt

Baar (awp) - Das von der Valartis-Gruppe an das Kantonsgericht Zug gestellte Gesuch um Aufhebung der definitiven Nachlassstundung wurde bewilligt. Man sieht sich vollständig saniert, sei zahlungsfähig und verfüge über eine solide Eigenkapitalbasis, teilt Valartis am Freitag mit. Alle ausstehenden Verbindlichkeiten würden bedient, sobald die Rechtsmittelfrist von zehn Tagen ungenutzt abgelaufen sei, heisst es.
18.11.2016 07:52

Die für die Sanierung erforderlichen Verkäufe der Privatbanken in Österreich und in Liechtenstein wurden bekanntlich im April bzw. September 2016 abgeschlossen. Künftig konzentriert sich Valartis auf das Management der Investitionen in den Bereichen Banking & Finance, Private Equity, Immobilien-Management und auf die Corporate-Finance-Aktivitäten, wie es weiter heisst.

Die Mehrheitsbeteiligung an der SIX-kotierten Beteiligungsgesellschaft ENR Russia Invest beträgt 62,3%. Im Bereich Banking hält die Valartis Gruppe eine Minderheitsbeteiligung an der Norinvest Holding, der Muttergesellschaft der Banque Cramer & Cie SA, und ist damit weiterhin im Vermögensverwaltungsgeschäft in der Schweiz vertreten.

Das Gesuch um definitive Nachlassstundung wurde im November 2015 eingereicht. Anlass für die Sanierungsbedürftigkeit war ein temporärer Liquiditätsengpass der Finanzboutique.

cp/ra

(AWP)