Vattenfall schreibt Milliardensumme auf Braunkohle ab

Düsseldorf/Stockholm (awp/sda/reu) - Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat im Zuge des Verkaufs seines Braunkohlegeschäfts in Deutschland milliardenschwere Abschreibungen vornehmen müssen. Insgesamt hat Vattenfall im zweiten Quartal durch die Veräusserung Belastungen von 21,5 Milliarden Schwedischen Kronen (umgerechnet 2,5 Milliarden Franken) verbucht.
21.07.2016 11:02

Ein Verbleib der Geschäfte wäre nach den Worten von Konzernchef Magnus Hall aber womöglich doppelt so teuer geworden. Dann hätten noch höhere Abschreibungen gedroht. Zudem hätte Vattenfall weitere Rückstellungen für die Wiederherstellung der durch den Tagebau zerstörten Landschaften bilden müssen.

Vattenfall fuhr von April bis Ende Juni einen Nettoverlust von umgerechnet 3 Milliarden Franken ein, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der schwedische Staatskonzern hatte sich im April für einen Verkauf seines deutschen Braunkohlegeschäfts an den tschechischen Versorger EPH und den Finanzinvestor PPF entschieden. Zum Preis wurden keine Angaben gemacht. Das Geschäft soll im Herbst abgeschlossen werden.

(AWP)