Veraison Capital erachtet Kapitalerhöhung bei Meyer Burger als notwendig

Zürich (awp) - Gregor Greber, Mitbegründer der Beteiligungsgesellschaft Veraison Capital, erachtet eine weitere Kapitalerhöhung beim Solarzulieferer Meyer Burger als notwendig. "Das Unternehmen hat eine ungenügende und zu kurzfristige Finanzstruktur", sagte Greber in einem Interview mit der "Finanz und Wirtschaft". "Es erwirtschaftet einen ungenügenden freien Cashflow. Dieser erlaubt aktuell keine Tilgung der Schulden aus eigener Kraft. Meyer Burger hat viel zu lange mit dem Prinzip Hoffnung gearbeitet und der Kapitalmarkt war lange naiv."
07.10.2016 18:10

Auf die Frage, ob Meyer Burger eine weitere Kapitalerhöhung brauche, antwortete Greber: "Ja. Wie kann man sonst die Schulden aus der Bilanz bereinigen?" Das Unternehmen besitze eine chancenreiche Technologie, sei aber von Grossaufträgen abhängig und unterliege daher grosser Ungewissheit. In dieser Situation dürfte Meyer Burger eigentlich keine Verschuldung haben. Die Kapitalerhöhung müsse genügend gross sein, damit eine Refinanzierung der beiden Obligationen und die Sicherung der Unternehmensführung mit der Erreichung der ambitiösen Ziele gesichert wäre.

Meyer Burger sei als Aktien-Investment zwar riskant, erklärte Greber weiter. Doch die Gesellschaft mache vorwärts mit dem schmerzlichen, aber nötigen Kostenabbau. Das vergangene Woche präsentierte Programm sei ein Schritt in die richtige Richtung.

Veraison hatte vergangenen Juli eine Wandelanleihe von Meyer Burger gekauft. "Das war ein Fall von asymmetrischem Chancen-Risiko-Profil. Die Wandelanleihe bot markante Gewinnchancen bei gleichzeitig deutlich weniger Risiko als die Aktien", erklärt Greber.

cf/ra

(AWP)