Verband kritisiert erneutes Abkassieren von Thomas-Cook-Hotelgästen

Der Deutsche Reiseverband (DRV) hat es als "völlig inakzeptabel" kritisiert, wenn Hotelgäste des insolventen Reiseveranstalters Thomas Cook erneut zur Kasse gebeten werden. Der Verband erhalte vermehrt Kenntnis von Hotels, die in Urlaubsdestinationen Pauschalurlauber festhalten, die mit Thomas Cook Deutschland gebucht haben, teilte der DRV am Mittwoch in Berlin mit. Nach der Insolvenz des deutschen Reiseveranstalters zwingen Hotels die Reisenden dem Verband zufolge ein weiteres Mal zur Zahlung.
25.09.2019 19:45

Die meisten Hotels verhielten sich sehr fair. "Aber es gibt leider auch andere Fälle, die völlig inakzeptabel sind", kritisierte DRV-Präsident Norbert Fiebig: "Die Urlauber haben ihren Reisepreis bezahlt. Es gibt keinen Grund, sie vor Ort festzuhalten." Zudem gebe es eine Zusage des Insolvenzversicherers Zurich, in Folge der Insolvenz von Thomas Cook Deutschland die Kosten für die Hotels zu übernehmen. Der DRV forderte nach eigenen Angaben die Hotelverbände und Fremdenverkehrsämter in den Urlaubsländern auf, die jeweiligen Hotels darüber zu informieren, "dass der Insolvenzversicherer Zurich die Kosten für alle Hotels übernehmen wird, in denen die Pauschalreisegäste von Thomas Cook Deutschland aktuell untergebracht sind". Dies gelte folglich auch für Pauschalreisende der Veranstalter Neckermann Reisen, Öger Tours, Bucher Reisen, Thomas Cook Signature und Air Marin./sl/DP/he

(AWP)