Verbraucherzentralen zufrieden mit Start des Diesel-Musterverfahrens

Die Verbraucherzentralen haben sich zufrieden mit dem Start des Diesel-Musterverfahrens gegen Volkswagen gezeigt. "Das Gericht hat die Verhandlung bisher sehr gut geführt und hat auch aus unserer Sicht Andeutungen gemacht, dass es zu einer Verurteilung kommen kann", sagte Anwalt Ralf Stoll, der den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Braunschweig vertritt. "Ich bin positiv überrascht." Auch vzbv-Juristin Jutta Gurkmann sagte: "Wir sind durchaus positiv gestimmt."
30.09.2019 13:43

Das Oberlandesgericht hat eine Einigung zwischen den Streitparteien angeregt - auch wenn es schwierig sein könne, einen möglichen Schadenersatz-Betrag für betroffene Dieselkunden festzulegen. Stoll sagte, ein Vergleich sei das Ziel. "Das ist für die Verbraucher das einfachste. Sie müssen keine Folgeprozesse mehr führen und bekommen einen gewissen Teil des Schadenersatzes ausbezahlt." VW allerdings ziehe sich derzeit darauf zurück, dass noch nicht klar sei, wie viele Dieselfahrer sich der Klage tatsächlich angeschlossen hätten.

Am Braunschweiger Gericht stehen sich der VW-Konzern und der Bundesverband der Verbraucherzentralen gegenüber. Der vzbv klagt dabei stellvertretend für rund 470 000 Dieselkunden, die sich von dem Autohersteller wegen falscher Diesel-Abgaswerte getäuscht sehen und deshalb Schadenersatz verlangen./tam/DP/jha

(AWP)