Verkauf von Aurubis-Sparte an Wieland könnte wegen EU-Bedenken platzen

Beim Kupferkonzern Aurubis wachsen wegen wettbewerbsrechtlichen Gegenwinds Zweifel daran, wie wahrscheinlich der Verkauf des Geschäfts mit Flachwalzprodukten an die Wieland-Werke ist. Laut der Europäischen Kommission ist eine Freigabe der Transaktion unter den vorgeschlagenen Zusagen unwahrscheinlich, wie der MDax -Konzern am Mittwoch in Hamburg mitteilte. Es bräuchte wohl weitere Zugeständnisse von Wieland, die laut Kaufvertrag so aber vorgesehen sind. Daher sei die Veräusserung nun nicht länger "überwiegend wahrscheinlich", resümiert Aurubis.
10.10.2018 14:49

Die Wieland-Werke werden laut Aurubis bei der EU-Kommission weiterhin auf eine Freigabe der Transaktion hinarbeiten. Aurubis wird das unterstützen, hat sich aber bereits nach Alternativen für das Geschäft mit Flachwalzprodukten umgeschaut. Den Aurubis-Aktionären schmeckte die Unsicherheit nicht: Der Aktienkurs gab am Mittwochnachmittag nach. Zuletzt notierten die Papiere rund 2 Prozent im Minus.

Die EU-Wettbewerbshüter hatten die Prüffrist für die Transaktion erst zu Wochenbeginn abermals verlängert. Sie wollen sich nun maximal bis Mitte Januar Zeit lassen. Sie haben Bedenken wegen einer möglicherweise zu grossen Marktmacht zulasten der Verbraucher.

Für Aurubis ist der Spartenverkauf Teil des Konzernumbaus. Der Bereich brachte es zuletzt auf 1,3 Milliarden Euro Jahresumsatz. Finanzielle Details zur geplanten Transaktion wurden bislang nicht genannt./mis/fba

(AWP)