Verkauf von Tochter: Boehringer Ingelheim leicht in Umsatzminus

INGELHEIM (awp international) - Der Verkauf der US-amerikanischen Generika-Tochter Roxane drückt auf den Umsatz des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim: Der Umsatz sank im ersten Halbjahr dieses Jahres leicht um 1,0 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mit Sitz in Ingelheim am Mittwoch mitteilte. Um Währungseffekte bereinigt ergab sich hingegen ein Umsatzwachstum von 2,0 Prozent. Zum Halbjahr werden keine Gewinne bekanntgegeben.
03.08.2016 12:39

Zum Jahreswechsel soll der milliardenschwere Tausch von zwei Sparten mit Sanofi abgeschlossen werden. Dabei wird das Tiermedizingeschäft der Franzosen an Boehringer gehen und im Gegenzug bekommt Sanofi von den Deutschen das Geschäft mit rezeptfreien Mitteln. Dies werde die Entwicklung des Unternehmens entscheidend prägen, erklärte Hubertus von Baumbach, Vorsitzender der Unternehmensleitung von Boehringer Ingelheim.

Ein Plus verbuchte Boehringer Ingelheim im ersten Halbjahr 2016 im grössten Geschäftsfeld, den verschreibungspflichtigen Medikamenten. Ein starkes Minus von 17 Prozent musste das Unternehmen beim Verkauf des Atemwegsmittels Spiriva einstecken, weil das Patent in einigen Ländern ausläuft. Dies wurde ausgeglichen durch neue Medikamente wie etwa für Diabetes oder einem Blutgerinnungshemmer./fdo/DP/fbr

(AWP)