Versicherer drängen laut Studie vermehrt in den Hypothekarmarkt

Die Schweizer Versicherer laufen den Banken im Hypothekarmarkt zunehmend den Rang ab. Mittlerweile seien die Konditionen nicht nur bei langlaufenden Hypotheken besser, sondern auch bei mittleren und kurzen Laufzeiten, so der Befund einer am Dienstag veröffentlichten Moneypark-Studie.
10.10.2017 10:02

Längerfristig rechnet die Beratungsplattform nun mit einem zweistelligen Marktanteil der Assekuranz im Geschäft mit Hypotheken, wie eine Sprecherin gegenüber AWP erklärt. Gegenwärtig sei der Marktanteil allerdings noch gering. Konkret habe dieser per Ende 2015 bei 4% gelegen.

AUCH BEI MITTLEREN LAUFZEITEN GÜNSTIGER

Dass die Angebote der Assekuranz bei längeren Laufzeiten wie 10-jährigen Festhypotheken günstiger als bei Banken sind, sei nicht neu: "Seit Ende 2016 greifen Versicherungen aber auch verstärkt in den Markt rund um die mittleren Laufzeiten ein und offerieren auch hier sehr kompetitiv", lässt sich Stefan Heitmann, CEO von Moneypark, in der Mitteilung zitieren.

Dieser Trend habe sich bereits im vergangenen Jahr abgezeichnet und scheine sich nun weiter zu festigen. Im laufenden Jahr lägen die offerierten Zinssätze für 5-jährige Festhypotheken zwischen 2 und 7 Basispunkte unter den Bankofferten. Bei diesen Zahlen handle es sich zudem nicht um Richtzinsen, sondern um konkrete Zinsofferten, welche Moneypark bei Banken und Versicherungen eingeholt habe.

Als Grund für die starke Konkurrenz nennt Moneypark den Anlagenotstand der Versicherungen und Pensionskassen. Je länger dieser anhalte, umso vehementer sei das Vordringen in Geschäftsfelder, die bis anhin nicht zum Kerngeschäft gehörten, so das Fazit der Studie.

sta/rw

(AWP)