Versicherungsbranche kommt bei "Dorian" wohl glimpflich davon

Die Versicherungsbranche kommt bei den Zerstörungen durch Wirbelsturm "Dorian" nach Einschätzung von Experten noch einmal glimpflich davon. Die versicherten Schäden in der Karibik und Nordamerika dürften nach grober Schätzung bei einem mittleren einstelligen Milliarden-Dollar-Betrag bleiben, sagte Torsten Jeworrek, zuständiges Vorstandsmitglied beim weltgrössten Rückversicherer Munich Re, am Sonntag beim jährlichen Rückversicherertreffen in Monte Carlo.
08.09.2019 15:48

Zum Vergleich: Hurrikan "Irma" hatte 2017 an der US-Ostküste und in der Karibik insgesamt versicherte Schäden von rund 33 Milliarden Dollar verursacht.

Eine belastbare Schätzung zu "Dorian" gibt es bisher lediglich für die Karibik, wo der Sturm in Hurrikanstärke getobt hatte. Der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister AIR Worldwide schätzt die versicherten Schäden dort auf 1,5 bis 3 Milliarden US-Dollar. Auf dem Weg zur US-Ostküste schwächte sich der Sturm deutlich ab. Am Samstagabend (Ortszeit) traf er als sogenannter posttropischer Zyklon in Kanada auf Land. In hunderttausenden Haushalten fiel der Strom aus. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.

Am vorangegangenen Wochenende hatte "Dorian" als Hurrikan der höchsten Kategorie fünf die Bahamas getroffen, dort über mehrere Tage gewütet, enorme Schäden angerichtet und mindestens 43 Menschenleben gefordert. Am Freitag war "Dorian" dann über einen küstennahen Teil des US-Bundesstaats North Carolina hinweggezogen und hatte dort Überschwemmungen, Schäden und Stromausfälle verursacht./stw/nas

(AWP)