Verteidiger von VW-Chef Diess weisen Manipulationsvorwürfe zurück

Die Verteidiger von VW -Konzernchef Herbert Diess haben die Vorwürfe wegen Marktmanipulation zurückgewiesen. Die Anklageerhebung durch die Staatsanwaltschaft Braunschweig sei vollkommen unverständlich, hiess es in einer Mitteilung der Kanzlei Park vom Dienstag. Weder die Fakten- noch die Rechtslage rechtfertigten den Vorwurf, Diess habe den Tatbestand einer strafbaren Marktmanipulation verwirklicht.
24.09.2019 13:29

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat den VW-Chef am Dienstag zusammen mit Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch und dem Ex-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn angeklagt. Ihnen wird vorgeworfen, Anleger nicht rechtzeitig über die Risiken der Dieselaffäre informiert zu haben.

Diess war im Juli 2015 zu VW gekommen. Für ihn sei bis zur öffentlichen Bekanntmachung der Abgasmanipulation durch die US-Behörden in keiner Weise absehbar, dass die Dieselaffäre Volkswagen zu finanziellen Konsequenzen in einer für den Kapitalmarkt relevanten Grössenordnung führen könnte.

Verteidiger Tido Park sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Anklage werde Diess in Bezug auf seine Verantwortung als Vorstandsvorsitzender nicht einschränken. "Er wird weiterhin mit vollem Engagement seine Aufgaben im Konzern wahrnehmen", sagte er./bch/DP/men

(AWP)

 
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