Verwaltungsräte rüsten ihre Digitalkompetenzen auf

Die Verwaltungsräte von Unternehmen, die an der Schweizer Börse gelistet sind, haben laut einer neuen Studie im laufenden Jahr ihre Digitalisierungskompetenzen verstärkt und ausgebaut.
13.09.2018 12:15

So verfügen immerhin 20 Prozent aller neugewählten Mitglieder von Verwaltungsräten über entsprechendes Fachwissen. Von den bisherigen Mitgliedern in den Gremien haben nur halb so viele ein vergleichbares Know-How.

Dies ergab die zRating-Studie der Beratungsfirma Inrate aus Zürich unter 176 börsenkotierten Schweizer Gesellschaften. Analysiert wurden dabei einerseits die Geschäftsberichte 2017, andererseits lag der Fokus auf den Generalversammlungen des Jahres 2018.

Bewertet wurden in der Studie auch die Grundsätze der Unternehmensführung der Firmen, die sogenannte Corporate Governance, anhand von 59 Kriterien. Diese beleuchteten Bereiche wie die Mitwirkungsrechte der Aktionäre oder die Zusammensetzung des Verwaltungsrats.

Sunrise liegt auf Spitzenplatz

Am besten abgeschnitten im zRating 2017 hat Sunrise, gefolgt von Burkhalter und Schaffner. Während Sunrise schon im Vorjahr den dritten Rang erreicht hatte, ist Burkhalter um 67 Plätze hervorgerückt.

Sika kann infolge der Beschlüsse an der ausserordentlichen GV und der dortigen Beilegung des Übernahmestreits mit Saint-Gobain sogar 126 Plätze gutmachen. Ebenfalls nennenswert ist die Steigerung von Hiag Immobilien um 65 Plätze.

Alle vier Unternehmen hätten eine umfangreiche Statutenrevision vorgenommen und insbesondere die Mitwirkungsrechte der Aktionäre gestärkt, heisst es in der Mitteilung.

Pargesa wiederum letzter

Auf dem letzten Platz landet wie schon im Vorjahr Pargesa. Auf den hinteren Rängen befinden sich ausserdem CFT Tradition, Wisekey, Airesis sowie Schindler.

Die Firma Inrate bewertet regelmässig die Unternehmensführung der an der Schweizer Börse kotierten Firmen an ihren Corporate-Governance-Standards und gibt Stimmempfehlungen. Firmenberatung macht die Gesellschaft nicht.

kw/rw

(AWP)