Verwaltungsratschef der Reederei Møller-Maersk geht nach Milliardenverlust

Die Krise in der Container-Schifffahrt und hohe Abschreibungen in seinen Ölsparten haben den dänischen Reederei-Konzern A.P. Møller-Maersk 2016 tief in die roten Zahlen gedrückt. Unter dem Strich machte das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr 1,9 Milliarden US-Dollar (rund 1,78 Mrd Euro) Verlust. Der Umsatz sank von knapp 40,4 auf rund 35,5 Milliarden Dollar.
08.02.2017 09:28

Der Chef des Verwaltungsrates, Michael Pram Rasmussen, kündigte am Mittwoch seinen Rücktritt an. Sein Nachfolger soll Jim Hagemann Snabe werden, der frühere Co-Chef des deutschen Software-Konzerns SAP . Im kommenden Jahr soll Snabe auch Aufsichtsratschef von Siemens werden.

Sein Ölgeschäft will Møller-Maersk in den nächsten zwei Jahren ganz oder in Teilen abspalten. Die Container-Schifffahrt sieht der Konzern 2017 wieder zuversichtlicher. Anfang Dezember hatte die Oetker-Gruppe angekündigt, ihre Reederei Hamburg Süd wegen der anhaltenden Flaute im Container-Geschäft an Maersk zu verkaufen. Stimmen die Kartellbehörden zu, soll der Deal bis Ende 2017 über die Bühne gehen./wbj/DP/das

(AWP)