Vestas rechnet nach Rekordjahr mit Flaute - Höhere Dividende und Aktienrückkauf

Der dänische Windkraftanlagenbauer Vestas hat 2016 ein Rekordjahr hingelegt. Umsatz, Gewinn und Auftragseingang erreichten neue Höchstwerte, wie Vorstandschef Anders Runevad am Mittwoch in Aarhus bekanntgab. Für 2017 rechnet der Manager aber eher mit einer sinkenden Nachfrage. Der Umsatz dürfte im besten Fall etwa stabil bleiben. Den Aktionären winken aber erst einmal eine deutlich höhere Dividende und ein Aktienrückkauf. Die Vestas-Aktie gewann in Kopenhagen am Morgen rund drei Prozent an Wert.
08.02.2017 09:42

Im abgelaufenen Jahr legten die Geschäfte von Vestas kräftig zu. Der Umsatz kletterte um 22 Prozent auf gut 10,2 Milliarden Euro. Der Auftragseingang wuchs um 16 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro. Der Überschuss legte um 41 Prozent auf 965 Millionen Euro zu. Die Prognosen des Vorstands für 2017 fallen im Vergleich dazu bescheiden aus: So werde der Umsatz mit 9,25 bis 10,25 Milliarden Euro eher niedriger ausfallen als im Vorjahr. Auch die bereinigte operative Gewinnmarge dürfte mit 12 bis 14 Prozent eher unter als über den 13,9 Prozent von 2016 bleiben.

Für das abgelaufene Jahr will Vestas die Dividende von 6,82 auf 9,71 Dänische Kronen (1,31 Euro) anheben. Zudem soll Geld aus dem Verkauf von Geschäftsgebäuden an die Anteilseigner fliessen: Dazu will der Konzern für 705 Millionen Dänische Kronen (95 Mio Euro) eigene Aktien vom Markt zurückkaufen. Der Rückkauf soll an diesem Mittwoch beginnen./stw/ees/das

(AWP)