Vifor meldet Studien mit Ferinject zum Einsatz bei Herzversagen & Eisenmangel

(Meldung um weitere Details ergänzt) - Vifor Pharma meldet weitere Versuche mit seinem Eisenpräparat Ferinject. Weitere Analysen der bereits existierenden Daten deuteten darauf hin, dass das Mittel einen positiven Einfluss auf Erkrankungs- und die Sterblichkeitsrate bei Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz haben könnte, teilt das Unternehmen am Mittwoch mit. Daher habe man drei verschiedene Studien eingeleitet, in der die Wirksamkeit von Ferinject bei diesen Herz-Patienten getestet werde, die auch an Eisenmangel litten.
12.07.2017 08:00

Wie Vifor in der Mitteilung hervorhebt, hat die European Society of Cardiology Heart Failure seit 2016 Eisenmangel in ihren Richtlinien als eine mögliche Begleiterscheinung erkannt und den Einsatz von Ferinject als mögliche Behandlungsmethode empfohlen.

Die drei Studien seien kürzlich unter den Namen AFFIRM-AHF, FAIR-HF2 und HEART-FID initiiert worden. In ihnen werde der Einfluss von Ferinject im Vergleich mit Placebo getestet.

Diese Versuche folgten auf die früheren Studien FAIR-HF1, CONFIRM-HF2 und EFFECT-HF3, die bereits statistisch signifikante Verbesserungen durch eine Behandlung mit Ferinject gegenüber Placebo oder der bisherigen Standardtherapie gezeigt hatten.

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Die AFFIRM-AHF-Studie sei die erste Versuchsreihe, in der Ferinject in einer Patienten-Population mit akutem Herzversagen eingesetzt werde, teilt Vifor weiter mit. Dabei würden die 1'100 Patienten randomisiert entweder mit dem Eisenpräparat behandelt oder mit Placebo, bevor sie das Spital verlassen. Die Zahl der wiederholten Spitaleinweisungen sowie die Todesrate seien als Ziele für diese Studie definiert.

Das FAIR-HF2-Programm wiederum ist laut Mitteilung eine unabhängige Studie, die vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) gesponsert werde. Dies geschehe im Rahmen einer Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK), der Universität Göttingen und der Charité in Berlin. In dieser Studie werden Patienten mit systolischer Herzinsuffizienz und Eisenmangel randomisiert mit dem Eisenmittel Ferinject oder Placebo behandelt. Ähnlich wie im AFFIRM-AHF-Versuch sei die Rate der wiederkehrenden Herzversagen mit Hospitalisierung und kardiovaskulärer Tod als die vorgegebenen Ziele (primärer Endpunkt) definiert.

In der dritten Studie, die unter dem Namen HEART-FID5 läuft, wird der amerikanische Vifor-Partner American Regent den Einfluss von Injectafer, wie Ferinject in den USA heisst, gegenüber Placebo mit Blick auf folgende Ergebnisse testen: Wie hoch liegt die Todesrate nach 12 Monaten. Wie steht es um die Hospitalisierungs-Rate wegen einer Verschlechterung des Herzzustandes und wie verändert sich der sechs-Minuten-zu-Fuss-Weg nach sechs Monaten bei Patienten mit Herzversagen und gleichzeitigem Eisenmangel. Für diese Studie sollen mehr als 3'000 Patienten rekrutiert werden.

hr/cf

(AWP)