Vivendi macht Fortschritte beim Bezahlfernsehen - Musikgeschäft brummt weiter

Der Medienkonzern Vivendi sieht sich dank einer Erholung im Geschäft mit Bezahlfernsehen auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Der Umsatz soll 2017 um mehr als 5 Prozent steigen, das operative Ergebnis (Ebita) um etwa ein Viertel, wie das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss mitteilte. Dabei wurde der Beitrag der im Juli mehrheitlich erworbenen Werbeagentur Havas aber noch nicht berücksichtigt.
31.08.2017 19:08

Mit Blick auf die aktuelle Geschäftsentwicklung sorgt vor allem das Musikgeschäft für Rückenwind. Das TV-Geschäft von Canal Plus konnte zuletzt aber immerhin den Rückgang des operativen Gewinns deutlich bremsen. Im ersten Halbjahr stieg der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,8 Prozent auf rund 5,44 Milliarden Euro und übertraf damit leicht die durchschnittliche Markterwartung. Das Ebita fiel zwar um rund 9 Prozent auf 352 Millionen Euro, allerdings nur wegen eines deutlichen Rückgangs in den ersten drei Monaten des Jahres. Im zweiten Quartal legte es um 16 Prozent zu.

"Der positive Wandel geht vor allem auf das Wachstum von Universal Music zurück," hiess es in der Mitteilung. Zudem habe sich die Situation bei Canal Plus verbessert. Der Fernsehsender kämpft schon länger mit sinkenden Pay-TV-Einnahmen im Heimatmarkt. Unter dem Strich verdiente Vivendi im ersten Halbjahr 2017 320 Millionen Euro und damit 12 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Canal Plus soll den Angaben zufolge enger mit der Telecom Italia zusammenarbeiten. Geplant ist ein Gemeinschaftsunternehmen für den Kauf von Pay-TV-Rechten sowie zur Co-Produktion von Serien und Filmen. Vivendi besitzt knapp ein Viertel der Anteile des italienischen Telekomkonzerns, der vorübergehend vom obersten Aufseher und Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine geführt wird./mis/edh

(AWP)