Vivendi sieht positive Signale im französischen TV-Geschäft - Prognose steht

Der französische Medienkonzern Vivendi sieht sich trotz eines rückläufigen Gewinns im dritten Quartal auf gutem Weg zu seinen Jahreszielen. Zum einen hätten im Vorjahr Sondereffekte den Gewinn in der Musiksparte (Universal Music) stark nach oben getrieben und führten nun im Vergleich zu einem Rückgang, zum anderen hätten sich die Aussichten für das TV-Geschäft im schwierigen Heimatmarkt aufgehellt, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Zum ersten Mal seit 2015 nehme die Zahl der französischen Abonnenten unter dem Strich wieder zu.
16.11.2017 18:51

Zwischen Juli und September wuchs der Umsatz im Gesamtkonzern um 2,7 Prozent auf 3,184 Milliarden Euro. Dabei ist der positive Effekt aus der Übernahme der Werbeagentur Havas bereits herausgerechnet. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) ging wegen der genannten Sonderfaktoren um 5,2 Prozent auf 293 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich blieben für die Aktionäre 223 Millionen Euro, ein Minus von 15,4 Prozent. Auf Jahressicht soll weiterhin der Umsatz 2017 um mehr als 5 Prozent steigen, das operative Ergebnis (Ebita) um etwa ein Viertel.

Vivendi äusserte sich neben den Geschäftszahlen auch zu seinem Engagement bei der Computer- und Videospielfirma Ubisoft. Vivendi plane in den nächsten sechs Monaten kein Übernahmeangebot für Ubisoft, auch einen Platz im Ubisoft-Verwaltungsrat strebe der Konzern nicht an. Jedoch habe das Investment auf dem Papier bislang einen noch unrealisierten Gewinn von einer Milliarde Euro erzielt. Ubisoft ("Assassin's Creed", "Far Cry") hatte sich nach dem Einstieg von Vivendi lautstark gegen eine mögliche Übernahme ausgesprochen./stb/he

(AWP)