Vodafone fusioniert in Indien mit Idea Cellular zum Marktführer

Der britische Telekomkonzern Vodafone schliesst seine indische Tochter wie erwartet mit dem Mobilfunkrivalen Idea Cellular zusammen. Vodafone halte an dem Joint Venture zunächst gut 45 Prozent, Idea 26 Prozent, wie Vodafone am Montag mitteilte. Idea kauft Vodafone dafür in einem ersten Schritt knapp 5 Prozent der Anteile für 39 Milliarden indische Rupien (rund 554 Mio Euro) ab und hat zudem das Recht, von Vodafone weitere Anteile zu übernehmen, um in den kommenden vier Jahren zu einem ausgeglichenen Besitzverhältnis zu kommen.
20.03.2017 09:20

Das Geschäft soll im Kalenderjahr 2018 abgeschlossen werden, Vodafone bezieht das fusionierte Unternehmen dann nicht mehr in die eigene Bilanz ein. Ab dem vierten Jahr sollen sich die jährlichen Einsparungen auf rund 140 Milliarden Rupien (2 Mrd Euro) belaufen.

Vodafone ist die Nummer zwei im Land und hatte Ende Januar mitgeteilt, ein Zusammengehen mit Idea Cellular zu erwägen. Zusammen ziehen die beiden Unternehmen mit fast 400 Millionen Kunden am Marktführer Bharti Airtel vorbei. Vodafone-Chef Vittorio Colao bezeichnete den Deal als grosse Chance, in Indien neue Technologien wie unter anderem das Bezahlen mit dem Handy voranzubringen.

Zuletzt hatte der Milliardär Mukesh Ambani mit seinem Mobilfunker Jio auf dem indischen Markt einen Preiskrieg angezettelt. Daher hatte Vodafone kürzlich auch 5 Milliarden Euro auf den Wert der indischen Tochter abgeschrieben./men/stb

(AWP)